Anlageformen

Was Anfang der 1990er Jahre mit privaten Investitionen in Windfonds begann, ist inzwischen zu einem weiten Feld klimafreundlicher Geldanlagen geworden. Heute steht bei der Zusammenstellung eines klimafreundlichen Portfolios das komplette Spektrum von Anlagemöglichkeiten zur Verfügung: Von A wie Aktienfonds bis Z wie Zertifikate.
Im deutschsprachigen Raum sind derzeit insgesamt 25,5 Milliarden Euro in nachhaltigen Investments angelegt. Zum Vergleich: Vor 10 Jahren waren es noch rund 300 Millionen Euro. Seit 2006 ist das Volumen von nachhaltigen Geldanlagen in Deutschland um 85% gestiegen. Investieren auch Sie in klimafreundliche Geldanlagen. Nachfolgend stellen wir Ihnen die wichtigsten Anlageformen kurz und bündig vor.
Aktien und Direktbeteiligungen
Mit Aktien und Direktbeteiligungen kann der Anleger Anteile an einem Unternehmen erwerben und von dessen Wachstum finanziell profitieren. Investoren mit einer gewissen Risikobereitschaft können so zum Teil überdurchschnittlich hohe Renditen erzielen. Durch den selbständigen Kauf und Verkauf bewahren sich Anleger ein Höchstmaß an Flexibilität bei der Ausrichtung ihres Portfolios. Die für Sie geeigneten klimafreundlichen Aktien finden Sie beispielsweise über Positivlisten und Bewertungen von Rating-Agenturen, die ausschließlich klimafreundliche Unternehmen aufführen.
Klimafreundliche Zertifikate
Zertifikate sind Schuldverschreibungen von Banken, die den Kurs anderer Wertpapiere nachbilden. Bei der klimafreundlichen Ausrichtung von Zertifikaten sind besonders Themenzertifikate relevant. Diese bilden eine Auswahl thematisch gebündelter Aktien ab. In den letzten Jahren sind zahlreiche klimafreundliche Zertifikate auf den Markt gekommen, von denen die Mehrzahl Themenzertifikate sind. Sie orientieren sich an der Kursentwicklung einer Aktienauswahl aus dem Bereich erneuerbare Energien oder Technologien für Energieeffizienz.
Klimafreundliche Fonds
Fonds bündeln das Kapital mehrerer Anleger und investieren es in bestimmte Wert- oder Rentenpapiere. Das Risiko für den einzelnen Anleger ist gering, denn das angelegte Kapital wird breit gestreut. So können im Fall von Verlusten einzelne Werte ausgeglichen werden. Klimafreundliche Fonds investieren in Anlagen, die neben ihrer ökonomischen Performance auch auf ihren Nutzen für den Klimaschutz hin geprüft werden. Heute gibt es vielfältige Aktienfonds mit klimafreundlichen Anlagestrategien. Je nach Form und Anlageziel werden offene und geschlossene Fonds unterschieden.
Klimafreundliche Rentenpapiere
Rentenpapiere sind ein fester Bestandteil in vielen Depots privater und institutioneller Kapitalanleger. Als Renten werden Anleihen und Wertpapiere mit fester Verzinsung bezeichnet. Ihre Erträge sind meist konstant, bieten daher aber auch geringere Chancen auf hohe Renditen. Im Vergleich zu Aktien und Direktbeteiligungen haben Rentenpapiere im Allgemeinen ein geringeres Risiko, denn die Kursschwankungen am Rentenmarkt sind im Vergleich zum Aktienmarkt geringer. Das Angebot an klimafreundlichen Rentenpapiern ist derzeit noch begrenzt.
Spareinlagen
Spareinlagen bei Banken sind im Vergleich zu anderen Anlageformen besonders sicher, bieten aber auch nicht ganz so hohe Renditen. Abhängig von der Strategie und den Bedürfnissen des Anlegers kann zum Beispiel in Sparkonten, Sparbriefe, oder Festgeldanlagen eingezahlt werden. Der Zins für Spareinlagen ist meist variabel, d. h. er schwankt mit dem allgemeinen Zinsniveau. Bei klimafreundlichen Spareinlagen garantiert die Bank eine entsprechend klimafreundliche Verwendung der Ersparnisse. Das Kapital kommt hierbei ausschließlich Unternehmen und Projekten zugute, die sich für den Klimaschutz engagieren.




































